Die Hamburger Krebsgesellschaft hat den
Georg-Ernst-Konjetzny-Preis 2009 an zwei Forscher aus dem UKE verliehen.

Neue Erkenntnisse über die Krankheiten Eierstockkrebs und Chronisch Myeloische Leukämie

Die Hamburger Krebsgesellschaft hat am 26. November 2009 den mit 10.000 € dotierten Georg-Ernst-Konjetzny-Preis für das Jahr 2009 an die Hamburger Ärzte und Wissenschaftler Dr. Sven Mahner und Dr. Artur Gontarewicz verliehen. Der Preis und das Preisgeld von 10.000 Euro werden in diesem Jahr geteilt und je zur Hälfte an die Wissenschaftler vergeben.

Dr. med. Sven Mahner aus der Klinik für Gynäkologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat den Preis für die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Beurteilung der Prognose von Frauen mit Eierstockkrebs erhalten. Er konnte nachweisen, dass das vermehrte Vorkommen des Proteins c-Fos im Tumorgewebe mit einem günstigeren Krankheitsverlauf verbunden ist. Das Protein gehört zu den Transkriptionsfaktoren und spielt eine wichtige Rolle bei Wachstum und Weiterentwicklung von Zellen.

Dr. med. Artur Gontarewicz aus dem Onkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat den Preis für seine Forschung zur Entwicklung neuer Strategien für die Therapie der chronisch myeloischen Leukämie (CML) erhalten. Die Behandlung der CML mit Imatinib, einem Tyrosinkinase - Hemmer, ist inzwischen Standardtherapie. Durch die Entwicklung von Resistenzen durch Punktmutationen wird diese Therapie leider in vielen Fällen wirkungslos. Dr. Gontarewicz konnte zeigen, dass die gemeinsame Hemmung von Aurorakinasen und Bcr-Abl Kinasen für Leukämien mit speziellen Mutationen einen neuen Behandlungsansatz darstellt.

Prof. Dr. Ulrich R. Kleeberg, Vorsitzender der Hamburger Krebsgesellschaft, hat den Preis am Donnerstag, den 26. November 2009, um 16 Uhr 30 im Festsaal des Erikahauses des Universitätsklinikums Eppendorf in Anwesenheit von Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan des UKE, überreicht.

Dieser Wissenschaftspreis wird seit 1955 von der Hamburger Krebsgesellschaft jährlich verliehen, um die Forschung über Krebskrankheiten anzuregen, zu fördern und zu würdigen. Seit 1962 wird der Preis mit dem Namen von G. E. Konjetzny verbunden, von 1935 bis 1950 Ordinarius für Chirurgie der Universität Hamburg und Mitbegründer der Hamburger Krebsgesellschaft. "Mit diesem Preis möchten wir besonders die jüngeren Wissenschaftler motivieren, sich auch langfristig in der Krebsforschung zu betätigen," erläutert Prof. Kleeberg das Anliegen der Hamburger Krebsgesellschaft.

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Ulrich R. Kleeberg, Dr. med. Sven Mahner, Dr. med. Artur Gontarewicz


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