"Resistenzen gegen neue Krebsmedikamente überwinden"

Die Hamburger Krebsgesellschaft hat am 27. November den mit 10.000 € dotierten Georg-Ernst-Konjetzny Preis für das Jahr 2008 an den Hamburger Arzt und Wissenschaftler Dr. Stefan Balabanov verliehen.

Dr. Stefan Balabanov aus dem Onkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf hat den Preis für seinen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapiestrategien bei der Behandlung der chronisch myeloischen Leukämie (CML) erhalten.

Imatinib, eines der neuen Medikamente aus der Gruppe der Tyrosinkinase-Hemmer, hat die Therapie der CML revolutioniert und Hoffnungen auf Heilbarkeit geweckt. Leider kommt es aber auch unter Imatinib - Behandlung zur Bildung von Resistenzen.

In seiner Arbeit konnte Stefan Balabanov zeigen, welche Rolle das Hypusin, eine Aminosäure, bei der Resistenzentwicklung spielt. Die Hemmung der Hypusinierung hat sich als ein vielversprechender Ansatz zur Behandlung Imatinib-resistenter Leukämiezellen herausgestellt.

Die Arbeit wurde im Februar 2007 in der international hoch angesehenen Zeitschrift "Blood" veröffentlicht.

Prof. Dr. Axel Zander, stellvertretender Vorsitzender der Hamburger Krebsgesellschaft, hat den Preis am Donnerstag, den 27. November 2008, um 16 Uhr 30 im Festsaal des Erikahauses des Universitätsklinikums Eppendorf in Anwesenheit von Staatsrat Dr. Michael Voges, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, überreicht.

Dieser Wissenschaftspreis wird seit 1955 von der Hamburger Krebsgesellschaft jährlich verliehen, um die Forschung über Krebskrankheiten anzuregen, zu fördern und zu würdigen. Seit 1962 wird dieser Preis mit dem Namen von G. E. Konjetzny verbunden, von 1935 bis 1950 Ordinarius für Chirurgie der Universität Hamburg und Mitbegründer der Hamburger Krebsgesellschaft

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Axel Zander, Dr. Stefan Balabanov


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