Prof. Dr. U. R. Kleeberg, Vorsitzender der Hamburger Krebsgesellschaft, hat den Preis am Donnerstag, den 29. November 2007, im Festsaal des Erikahauses des Universitätsklinikums Eppendorf in Anwesenheit des Hamburger Wissenschaftssenators Jörg Dräger, Ph. D., überreicht.
Dr. Peter Nollau aus dem Institut für Klinische Chemie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat den Preis für die Entwicklung und Anwendung eines neuen Verfahrens der molekularen Diagnostik erhalten, mit dessen Hilfe gestörte Signalübertragungsprozesse bei Krebskrankheiten aufgedeckt werden können.
Störungen in der Signalübertragung sind ein wesentliches Merkmal von Tumorzellen. Sie wirken sich auf das Wachstum, die Differenzierung und den Zelltod aus. Das neu entwickelte, auf zellulären Bindungsmodulen basierende Analyseverfahren OTM (Oligonucleotide Multiplex Assay) zur Bestimmung der Signalaktivität kann für die Charakterisierung von Krebskrankheiten und die Entwicklung neuer Tumortherapien genutzt werden.
Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Bruce J. Mayer, University of Connecticut Health Center, USA, und wurde durch die amerikanischen National Institutes of Health gefördert. Sie wurde im September 2006 in der Zeitschrift “Nature Methods” veröffentlicht.
Der Konjetzny-Preis wird seit 1955 von der Hamburger Krebsgesellschaft jährlich verliehen, um wissenschaftliche Arbeiten über Krebserkrankungen anzuregen, zu fördern und zu würdigen. Seit 1962 wird dieser Preis mit dem Namen von G. E. Konjetzny verbunden, von 1935 bis 1950 Ordinarius für Chirurgie der Universität Hamburg und Mitbegründer der Hamburger Krebsgesellschaft.